Lösungen (er-)finden

… Das Werkstattbuch der lösungsorientierten Kurztherapie.
von Peter DeJong, Insoo Kim Berg
guter Inhalt – manchmal etwas langatmig

Lob hat das Buch verdient, denn es vermittelt einerseits ausführlich Grundüberlegungen und Techniken der lösungsorienterten Gesprächsführung. Wie sehr sich Lösungsorientierung von problemorientierten Vorgehensweisen unterscheidet, das arbeiten die Autoren deutlich in allen möglichen Facetten heraus. Beispiele sind auch zur Genüge vorhanden und man wird wirklich durchgehend – leider manchmal fast zu sehr – „an die Hand genommen“. Und genau das ist dann auch der Punkt, der mir stellenweise nicht zugesagt hat. weiter im Text »

Psychosomatische Krankheiten in der Familie

von Salvador Minuchin, Bernice L. Rosman, Lester Baker
Krankheits“ursachen“ jenseits der Gene

Wer sich für Krankheitssymptome und deren Entstehung fernab üblicher Ursache-Wirkungsbeziehungen interessiert, der/die wird an diesem Buch seine/ihre wahre Freude und tiefere Einsichten gewinnnen. Minuchin ist bekannt für seine Sicht von Familie als struktureller Einheit, in der sich Mitglieder mitunter massiv beeinflussen, was zu einem dysfunktionellen System und einer Beeinträchtigung (Krankheit etc.) einzelner Familienmitglieder führt. Minuchin macht in beispielhafter Weise die Art von Mustern deutlich, die sich in Interaktionen zeigen und zu psychischen-körperlichen Reaktionen führen / beitragen können. Eins der Bücher, die stark den Blick über bisherige Tellerränder erweitern, wenn weiter im Text »

Mit Familien reden

… Gesprächsmuster und therapeutische Veränderung.
von Richard Bandler, John Grinder, Virginia Satir
guter Einblick in verstrickte Kommunikationsmuster

Das Buch wendet sich in erster Linie an Berater und (Familien-)Therapeuten und zeigt neben den 4 Satirkategorien/-haltungen der Kommunikation eine Vielzahl von Beispielen für geeichte Kommunikationsschleifen mit deren negativen Auswirkungen. Ziel ist es, Inkongruenzen, einschränkende Vorannahmen, verzerrte Wahrnehmungen, etc. aufzulösen und den beteiligten Familienmitgliedern zu einem offenen Austausch zu verhelfen. Dazu werden die grundlegenden Muster herausgearbeitet und systematische Lösungsvorschläge erläutert. Das Buch ist stark praxisorientiert und durch kommentierte Sitzungsprotokolle sehr anschaulich. weiter im Text »

Systemische Suchttherapie

von Haja Molter, Gisela Osterhold
Layout der 1. Ausgabe (1991) schlecht, inhaltlich wertvoll

Die Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 1991 mit 259 Seiten. Laut aktueller Kurzbeschreibung und Seitenangabe scheint die neue Auflage nicht nur überarbeitet, sondern komplett neu geschrieben zu sein.

Erstmal die Kritik: Layout und Schrift der Erstausgabe sind schrecklich leseunfreundlich und sehen aus, als wären sie direkt von einer alten Schreibmaschine aus in den Druck gegangen. Aber was soll´s, es geht ja um den Inhalt und der ist allemal lesenswert.

Sucht / Abhängigkeit ist zunehmend ein gesellschaftliches Problem und wird daher in seiner Entstehung und Behandlung von den Autoren auch im sozialen Kontext betrachtet. Das Buch ist eine Aufsatzsammlung verschiedener Autoren, allesamt Praktiker, die ihre Erfahrungen und Einsichten weiter im Text »

Spielregeln für Paare

von Bertold Ulsamer
Nicht nur die Liebe zählt

Gleich vorweg – das Buch ist nichts für Frischverliebte, die nach einem Ratgeber für gelungene Partnerschaft suchen. Vielmehr ist es für Menschen geschrieben, die immer wieder an den oder die „Falschen“ geraten oder in deren Beziehung sich Probleme ohne ersichtlichen Grund schematisch wiederholen.

Aus den kommentierten Beispielen im Buch kann man ganz gut erahnen, wie sich Verstrickungen im ursprünglichen Familiensystem auf die jeweiligen Gefühle und Grundhaltungen in aktuellen Beziehungen auswirken können. weiter im Text »

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